MARIMO | GRÜNTEE & KERAMIK - IMPORT

TEESORTEN KURZ- ÜBERSICHT

Für eine Übersicht über unser gesamtes Tee-Sortiment an japanischen und chinesischen Tees, lassen wir Geschäftskunden gerne unseren Katalog und Muster zukommen. Privatkunden nennen wir gerne ein Fachgeschäft in ihrer Nähe. Anfragen nehmen wir gerne telefonisch entgegen, oder per Email an: service@marimo.eu.

     
Bancha/ Yanagicha




















Die Bezeichnung Bancha hat viele Bedeutungen. Einerseits wird Tee z.B. der ersten Ernte als Ichi-Bancha bezeichnet, der der zweiten als Ni-Bancha und so weiter. Andererseits wird einfacher Tee zumeist der dritten Ernte unter der Bezeichnung Bancha z.T. auch geröstet verkauft.

Nach Abschluss der ersten Ernte und einer kurzen Ruhezeit von einigen Tagen werden jedoch auch die etwas kräftigeren Blättern gererntet und speziell verarbeitet. Dieser hochwertige, leicht blumige und kräftige Tee wird von Familie Morimoto aus Miyazaki auch als Bancha bezeichnet. Eine andere Bezeichnung wäre Yanagicha für diesen feinen Tee.  

     
Gyokuro























Gyokuro wird im Gegensatz zu Sencha nur einmal im Jahr geerntet. Nachdem die Teepflanzen mindestens 21 Tage mit Netzen beschattet wurden, wird im Laufe des Mai der Gyokuro geerntet. Danach werden die Pflanzen heruntergeschnitten und könnne sich bis zum nächsten Jahr erholen.

Gyokuro zeichnet sich allgemein durch einen starken umami-Geschmack aus. Gyokuro-trinken dient nicht unbedingt der Flüssigkeitsaufnahme, denn für eine Portion muss verhältnismäßig viel Tee verwendet werden. Er lässt sich meist nur bis zu drei mal aufgiessen, jeder einzelne Tropfen des Aufgusses ist jedoch ein Geschmackserlebniss. Es erweckt den Anschein, als würde ein einzelner Tropfen Gyokuro den ganzen Mund füllen.

     
Houjicha
















Houjicha ist gerösteter Tee. Es ist ein Alltagstee, der in Japan zum Essen getrunken wird - auch kalt. Ja nach Ausgangsmaterial kann ein Bancha-Houjicha mit großem Blattanteil oder ein auch ein Kukicha-Houjicha durch Rösten erzeugt werden. Darüber hinaus spielt auch die Temperatur bei der Röstung eine große Rolle. Wir bei hohen Temperaturen gerösttet entsteht ein rotbrauner kräftig-röstiger Tee. Bei geringen Temperaturen legt sich eine dezente Röstnote über die noch im Vordergrund stehenden Grünteegeschmack darüber.

     
Kabuse-cha










Zur Erzeugung von Kabuse-cha werden einige Tage vor der Ernte dunkle Netze über die Teesträucher gespannt. Dadurch erhalten die Pflanzen weniger Sonnenlicht. Da die Pflanzen Catechine z.T. als Schutz vor der Sonne produziert, ist der Gehalt an Catechinen in Kabuse-cha vergleichsweise gering, der Tee schmeckt jedoch weniger herb.

     
Kafun Catechin Tee/ Benifuuki












Die Assamika-Hybride Benifuuki wurde von japanischen Pflanzenzüchtern in der 1990er Jahren entwickelt. Sie ist eine Kreuzung aus der benihomare und einer Variante mit der Bezeichnung Cd86. Sie zeichnet sich durch einen besonders hohen Catechingehalt aus.

Da Catechine z.T. schlecht wasserlöslich sind, wird der Kafun Catechin Tee in pulverisierter Form angeboten.

     
Karigane










Karigane ist eine Regionalbezeichnung für einen besonderen Kukicha der ersten Ernte. Marimo Karigane ist ein halb-fukamushi Karigane, das heißt, dass er etwas länger gedämpft wird, als allgemein üblich. Durch das längere Dämpfen werden die Teeblätter und Blattstengel besser aufgeschlossen und entfalten schon nach kurzer Ziehzeit ihr volles Aroma.

     
Kukicha



Blattstengeltee wird als Kukicha bezeichnet, dabei gibt es große Unterschiede hinsichtlich der Erntezeitpunkte.

     
Matcha













Zeremonieller Matcha wird aus Tencha hergestellt. Die Pflanzen werden, ähnlich wie bei der Erzeugung von Gyokuro, während der Wachstumsperiode beschattet. Der verarbeitete Rohtee unterliegt nun vor dem mahlen noch einen weiteren Produktionsschritt - die Blattrippen werden mit Hilfe von Gebläsen entfernt. Die feinen Blatteile, die nun vorliegen werden als Tencha bezeichnet und bei Bedarf auf gekühlten Steinmühlen langsam zermahlen.  

     
Mizudashi Sencha






Mizudashi Sencha ist speziell für den Aufguss mit kaltem Wasser hergestellt. Der Rohtee wird zumeist etwas länger gedämpft und die fertig verarbeiteten Teeblätter anschließend grob zerkleinert.

     
Sencha




















Sencha ist in Japan eine der beliebtesten Tee - Sorten. Da je nach Zeit der Ernte, geografischer Lage, Klima, Boden, und der spezifischen Weiterverarbeitung des Tee - Herstellers sehr unterschiedliche Sencha - Sorten entstehen, kann vom Wort "Sencha" ausgehend auf keinen Fall auf eine bestimmte Qualität geschlossen werden.

Sencha bedeutet allgemein gedämpfter Tee - demnach sind fast alle Tees, die aus Japan stammen Senchas. Das Dämpfen der Teeblätter zum Stoppen der Fermentation und damit Erhaltung der oxidationsempfindlichen Inhaltstsoffe, wurde in Japan eingeführt.

     
Shiraore










Shiraore ist eine Regionalbezeichnung auf Kyushu für einen ganz besonderen Kukicha. Für diesen Tee werden ausschließlich feinste Blattknospen mit einigen wenigen Kukis (Stengelchen) gemischt. Shiraore ist hocharomatisch und kann aufgrund seiner Verarbeitung als Mizudashi auch mit kaltem Wasser zubereitet werden. 

     
Taberucha/ Matcha











Zur Verfeinerung von Süßspeisen und zum Backen und Kochen verwendeter Pulvertee wird als Taberucha oder Funmatsucha bezeichnet. Es handelt sich dabei um gemahlenen Sencha zumeist von der ersten Ernte. Gemahlener Sencha ist im Gegensatz zu zeremoniellem Matcha deutlich durchsetzungsstärker und verleiht Feingebäcken, Eis oder anderen Süßspeiden eine feine Tee-Note.

     
Tamaryokucha

















Tamaryokucha ist eine spezielle Teesorte, die nur auf Kyushu, der südlichsten Hauptinsel Japans angebaut wird. Tamaryokucha schließt eng an die chinesische Tradition der Teeverarbeitung an. So werden die Blätter nicht wie beispielsweise beim normalen Sencha gerollt. Es gibt zwei Grundrichtungen von Tamaryokucha, der leicht angeröstete und der ausschließlich gedämpfte. Ersterer wird als Kamairicha bezeichnet. Ureshino in der Präfektur Saga ist das wohl bekannteste und wichtigste Gebiet für die Herstellung von insbesondere ungeröstetem Tamaryokucha.

     
Tokujou Sencha




Tokujou bedeutet besonders gut. Unsere Teegärtren nennen ihren Sencha der ersten Ernte - also ihren besten Tee daher Tokujou Sencha.

     
       
       

Die Inhaltsstoffe von Grünem Tee

Schon vor über 5000 Jahren wurden Auszüge aus Tee - Blättern zu medizinischen Zwecken in China verwendet. Erst im 6. Jahrhundert wurde Tee zum Volksgetränk und verbreitete sich in weiten Teilen Asiens, unter anderem in China, Indien und Japan.

Im grünen Tee sind je nach Sorte beträchtliche Mengen Vitamin C vorhanden, in etwa vergleichbar mit Zitronensaft. Da Vitamin C hitzeempfindlich ist, erweist sich die Zubereitung mit 60 – 75°C heißem Wasser als günstig, da so nur ein kleiner Teil bei der Zubereitung unwirksam wird. 

Auch für weitere Vitamine ist grüner Tee eine interessante Quelle. Gerade das Vitamin K kommt in größeren Dosen vor. Folsäure ist zwar in weit geringerem Maße vorhanden. Wird jedoch bedacht, dass in weiten Teilen der Bevölkerung zu wenig Folsäure aufgenommen wird, scheint der grüne Tee eine interessante Ergänzung zu sein. 

Von besonders großer Bedeutung sind die Teepolyphenole (Catechine oder Gerbstoffe). Wichtige Vertreter sind das Epigallocatechingallat, Epigallocatechin, Epicatechingallat und Epicatechin. Diese Stoffe wirken antioxidativ und werden in Bezug auf Krebsprävention diskutiert.

Tee enthält daneben auch Coffein, Theobromin und Theophyllin. Diese Purinalkaloide sind für die anregende Wirkung verantwortlich. Durch das gemeinsame Auftreten dieser anregenden Stoffe mit Catechinen ist der Tee gut verträglich. Wo hingegen beim Kaffee das Coffein mit Chlorogensäuren gemeinsam auftritt und zu Magenbeschwerden führen kann.

Der grüne Tee ist auch eine interessante Quelle für Mineralstoffe. Dabei sticht besonders der beträchtliche Fluoridgehalt hervor. Die Teepflanze (Camelia sinensis) ist die Nahrungspflanze mit dem höchsten Fluoridgehalt.

Je nach Anbaugebiet (Höhenlage, Klimazone) und auch je nach Teesorte variieren die Mengen der Inhaltsstoffe. In jungen Blättern ist der Coffeingehalt am höchsten, in älteren ist hingegen der Catechingehalt höher. Wird der Tee beschattet, so ist der Coffein-,  Vitamin-C- und Catechin-Gehalt etwas niedriger.